Digitale Vernetzung – Ihr Weg in die Industrie 4.0

Quick Facts – Digitale Vernetzung
  • Dauer: 24 Monate (inkl. 6 Monate Praktikum)
  • Abschluss: IHK-Prüfungszeugnis
  • Nächster Start: 10.08.2026
  • Förderung: 100 % mit Bildungsgutschein
  • Einstiegsgehalt: 35.000 – 40.000 €/Jahr
  • Standort: Kaiserslautern (Lutrinastr. 2-4)
  • Format: Hybrid (Präsenz + Live-Online)
  • PC-Ausstattung: wird gestellt

AZAV-zertifiziert

Anerkannter Bildungsträger für Ihren Bildungsgutschein

Kostenlose Beratung

Unverbindlich, persönlich, vor Ort oder online

IHK-Abschluss

Offizielles IHK-Prüfungszeugnis nach 24 Monaten

92 % Integrationsquote

80 % direkt nach der Umschulung vermittelt

Fachinformatiker Digitale Vernetzung: Umschulung in Kaiserslautern für Quereinsteiger aus Technik & Industrie

Sie kommen aus einem technischen Beruf – Elektriker, Mechatroniker, Industriemechaniker, Anlagenführer – und Ihr Körper macht die Schichtarbeit nicht mehr mit? Oder Sie wollen sich aus einem ganz anderen Beruf neu orientieren und sehen die Zukunft in Industrie 4.0? Die Umschulung zum Fachinformatiker für Digitale Vernetzung in Kaiserslautern ist Ihr Weg. In 24 Monaten machen wir aus Ihnen einen IT-Spezialisten, der genau das verbindet, was die deutsche Industrie braucht: Maschinen, Sensoren, Netzwerke und IT-Systeme. Mit IHK-Abschluss, zu 100 % gefördert mit Bildungsgutschein.

Diese Fachrichtung wurde 2020 vom Bundesinstitut für Berufsbildung neu eingeführt – als Antwort auf den massiven Bedarf der deutschen Industrie an Fachkräften, die OT (Operational Technology) und IT zusammenbringen können. Wer heute in diesen Beruf einsteigt, gehört zu den Ersten – und damit zu den Gefragtesten.

Was ist das konkret?

Vergessen Sie Server-Räume und Office-IT. Als Fachinformatiker Digitale Vernetzung sind Sie dort, wo physische Welt auf digitale Welt trifft: in Produktionshallen, an Fertigungsstraßen, in vernetzten Gebäuden, an Energieanlagen. Sie verbinden Maschinen, Sensoren, Steuerungen und IT-Systeme miteinander, damit sie Daten austauschen und automatisch zusammenarbeiten.

Konkret heißt das: Eine Werkzeugmaschine in der Produktion meldet ihre Auslastung in Echtzeit an das ERP-System. Ein Sensor im Lager meldet, wenn ein Bauteil nachbestellt werden muss. Ein Heizungssystem in einem Bürogebäude regelt sich automatisch nach Wetter und Belegung. Hinter all dem stehen Sie – die Person, die die Netzwerke plant, die Protokolle einrichtet, die Systeme absichert und im Fehlerfall die Verbindung wiederherstellt.

Im Unterschied zur klassischen Systemintegration arbeiten Sie nicht mit Office-Servern, sondern mit Industrieanlagen. Im Unterschied zur Anwendungsentwicklung programmieren Sie keine Apps. Im Unterschied zur Daten- und Prozessanalyse werten Sie nicht primär Daten aus, sondern sorgen dafür, dass die Daten überhaupt erst entstehen und fließen können. Sie sind das Bindeglied zwischen Industrie 4.0 und IT.

Klingt das nach Ihrem Weg in die Industrie 4.0?

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Was macht man in der Praxis?

Ein typischer Arbeitstag als Fachinformatiker Digitale Vernetzung sieht ganz anders aus als der eines klassischen IT-Administrators. Hier sind die Aufgaben, die Sie nach der Umschulung wirklich machen werden:

Vernetzte Systeme planen

Eine neue Fertigungslinie soll an das Produktionsleitsystem angebunden werden. Sie analysieren, welche Sensoren, Steuerungen und Schnittstellen es gibt – und entwerfen das Netzwerkkonzept: welche Protokolle, welche IP-Bereiche, welche Sicherheitszonen.

Maschinen anschließen und konfigurieren

Sie installieren Industrial-Ethernet-Switches, konfigurieren OPC-UA-Server, binden Sensoren über MQTT ein und stellen sicher, dass die Daten von der SPS-Steuerung in das ERP-System gelangen. Das ist Hand- und Kopfarbeit gleichzeitig.

Sicherheit gewährleisten (OT-Security)

Produktionsnetzwerke werden zunehmend Ziel von Cyberangriffen. Sie segmentieren Netzwerke, richten Firewalls für OT-Bereiche ein, beachten die NIS-2-Richtlinie und IEC 62443. Cyber-Security in der Industrie ist eines der am stärksten wachsenden Tätigkeitsfelder.

Monitoring & Fehlersuche

Wenn eine Maschine plötzlich keine Daten mehr sendet, sind Sie gefragt: Liegt es am Netzwerk, an der Maschinensteuerung, am Datenformat? Sie nutzen Tools wie Wireshark, PRTG oder Grafana und arbeiten eng mit Instandhaltern, Anlagenbedienern und IT-Kollegen zusammen.

Automatisierung & cyber-physische Systeme

Sie verbinden ERP, MES (Manufacturing Execution System) und Maschinensteuerung so, dass Aufträge automatisch in der Produktion landen, Rückmeldungen zurückfließen und Wartungsdaten direkt im IT-System ankommen. Das ist gelebtes Industrie 4.0 – und der Grund, warum diese Berufsfeld in Deutschland gerade explodiert.

Tools & Technologien, die Sie lernen

Hier ist die ehrliche Liste der Werkzeuge und Standards, die Sie nach 24 Monaten Umschulung sicher beherrschen:

Industrielle Netzwerke & Protokolle

  • TCP/IP, Ethernet, VLANs – das Fundament jedes Netzwerks
  • PROFINET, EtherCAT, Modbus TCP – Industrial Ethernet
  • OPC UA – der wichtigste Standard für Maschinenkommunikation
  • MQTT – das IoT-Standardprotokoll
  • WLAN, 5G & LoRaWAN für drahtlose Anbindung

OT-Sicherheit & Standards

  • IEC 62443 – die Norm für industrielle Cyber-Security
  • NIS-2-Richtlinie – aktuelle EU-Anforderungen
  • Firewalls für OT-Netze (Stormshield, Hirschmann, Phoenix Contact)
  • Netzwerksegmentierung nach Purdue-Modell
  • Intrusion Detection für Produktionsumgebungen

IoT, Edge & Hardware

  • SPS-Grundlagen (Siemens S7, Beckhoff)
  • Edge-Computing-Geräte (Siemens IPC, Raspberry Pi)
  • Sensorik & Aktorik verstehen und anbinden
  • Gebäudeautomation: KNX, BACnet, Modbus RTU
  • Energiemanagementsysteme nach ISO 50001

IT-Anbindung & Tools

  • SCADA-Systeme (z. B. WinCC, Ignition)
  • MES-Anbindung an ERP-Systeme
  • Cloud-Anbindung: Azure IoT Hub, AWS IoT Core
  • Monitoring: Wireshark, PRTG, Grafana, InfluxDB
  • Python & Linux für Automatisierungsscripte

Sie wollen wissen, ob diese Tools zu Ihnen passen?

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Praxisbeispiel: Ein typisches Projekt

Vernetzung einer Fertigungslinie bei einem Automobilzulieferer in der Westpfalz

Die Ausgangslage: Sie arbeiten nach der Umschulung als Junior IoT-Techniker bei einem mittelständischen Automobilzulieferer im Raum Kaiserslautern. Das Unternehmen hat eine neue Fertigungslinie für Steckverbinder gekauft. Die Maschinen kommen aus Italien, das ERP-System ist SAP, das MES-System ist von einem deutschen Hersteller. Aufgabe: Diese drei Welten miteinander reden lassen.

Tag 1–3: Sie sprechen mit der Anlagenführung, der Instandhaltung und den IT-Kollegen. Welche Daten liefern die Maschinen? Über welche Schnittstellen? Sie lesen Datenblätter, prüfen die OPC-UA-Knoten der Maschinensteuerung und legen ein Konzept fest.

Tag 4–7: Sie planen die Netzwerktopologie: ein eigenes VLAN für die Fertigungslinie, eine Firewall zwischen Office-IT und OT, Industrial Ethernet zwischen den Maschinen, ein Edge-Gateway als Datenkonzentrator. Sie erstellen ein Netzwerkdiagramm und stimmen es mit der IT-Sicherheitsabteilung ab (IEC 62443, NIS-2).

Tag 8–14: Aufbau und Konfiguration. Sie verlegen Kabel, installieren Switches, konfigurieren das Edge-Gateway. Mit Wireshark prüfen Sie, ob die Maschinen tatsächlich die erwarteten Daten senden. Eine Maschine reagiert nicht – Sie finden heraus, dass der Hersteller eine alte Firmware ausgeliefert hat, und koordinieren das Update mit dem Lieferanten.

Tag 15–18: Sie verbinden das Edge-Gateway mit dem MES und über eine OPC-UA-Bridge mit SAP. Wenn jetzt ein Auftrag in SAP angelegt wird, landet er automatisch in der Maschinensteuerung. Wenn die Maschine ein Bauteil produziert, fließt die Stückzahl in Echtzeit zurück. Bisher musste das ein Mitarbeiter zweimal am Tag manuell übertragen.

Tag 19–21: Sie richten ein Monitoring-Dashboard in Grafana ein. Anlagenführer sehen auf einen Blick, ob alle Maschinen kommunizieren. Im Fehlerfall geht eine E-Mail an die Instandhaltung. Sie dokumentieren das ganze System nach den internen Standards und schulen die Anlagenführer.

Das Ergebnis: Die Datenerfassung läuft automatisch, die Produktivität steigt um 8 %, die manuelle Erfassung entfällt. Eingesparte Zeit pro Schicht: 90 Minuten. Der Werksleiter ist begeistert und nominiert Sie für das nächste, größere Vernetzungsprojekt.

Genau das lernen Sie bei uns: Maschinen verstehen, Netzwerke planen, Probleme lösen, Industrie 4.0 zum Leben erwecken.

Unterschiede & Einordnung: Welche Fachrichtung passt zu mir?

Vier IHK-Fachrichtungen, eine Entscheidung. Hier ist die ehrliche Hilfestellung:

FachrichtungSchwerpunktPasst zu Ihnen, wenn...
Digitale Vernetzung Maschinen, Sensoren, IoT, Industrie 4.0 Sie aus einem technischen Beruf kommen oder gerne Hardware mit Software verbinden wollen
Systemintegration Server, Netzwerke, Office-IT, Cloud Sie klassische IT-Infrastruktur betreuen wollen (Server, Active Directory, Helpdesk)
Anwendungsentwicklung Software programmieren Sie kreativ sind und gerne Anwendungen, Apps oder Webseiten entwickeln
Daten- & Prozessanalyse Daten auswerten, Prozesse optimieren Sie analytisch denken und gerne mit Zahlen und Dashboards arbeiten

Digitale Vernetzung vs. Elektroniker für Automatisierungstechnik

Häufige Frage: Bin ich nach der Umschulung das Gleiche wie ein Automatisierungstechniker? Nein – und das ist wichtig zu verstehen. Ein Elektroniker für Automatisierungstechnik kommt von der elektrotechnischen Seite: Er baut Schaltschränke, programmiert SPS, arbeitet mit Strom. Ein Fachinformatiker Digitale Vernetzung kommt von der IT-Seite: Er sorgt dafür, dass die Maschinen mit anderen IT-Systemen kommunizieren, plant Netzwerke und kümmert sich um die Sicherheit. Beide Berufe ergänzen sich – und in vielen Unternehmen gibt es beide Rollen nebeneinander. Für Quereinsteiger aus der Elektrotechnik ist die Digitale Vernetzung übrigens der ideale Weg in die IT, weil Sie das Verständnis für die Hardware bereits mitbringen.

Unsicher, welche Fachrichtung zu Ihnen passt?

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Gehalt & Karriere als Fachinformatiker Digitale Vernetzung

IoT- und Industrie-4.0-Spezialisten sind im deutschen Mittelstand und in der Industrie händeringend gesucht – das spiegelt sich in den Gehältern wider. Hier sind realistische Zahlen für 2026, basierend auf Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit und StepStone-Gehaltsreport:

Position Brutto / Jahr Brutto / Monat
Junior IoT-Techniker (Einstieg, 0–2 Jahre)35.000 – 40.000 €2.900 – 3.300 €
Netzwerktechniker OT (3–5 Jahre)42.000 – 55.000 €3.500 – 4.600 €
Senior IoT-Specialist / Industrie 4.048.000 – 65.000 €4.000 – 5.400 €
OT-Security-Experte55.000 – 75.000 €4.600 – 6.300 €
Edge-Computing-Spezialist50.000 – 70.000 €4.200 – 5.800 €
IoT-Architekt (5+ Jahre)65.000 – 85.000 €5.400 – 7.100 €
Lead Industrial IT / Werks-IT-Leiter75.000 – 100.000 €6.300 – 8.300 €

Karrierepfade nach der Umschulung

Sie haben mehrere realistische Wege:

  • Industrie 4.0 Spezialist im produzierenden Gewerbe: Sie wachsen vom Junior-Techniker zum Senior und übernehmen größere Vernetzungsprojekte. Tarifbindung in vielen Industrieunternehmen sorgt für planbare Gehaltsentwicklung und Zuschläge.
  • OT-Security: Cybersecurity in der Produktion ist eines der am schnellsten wachsenden IT-Felder. Mit Zertifizierungen (z. B. GICSP, ISA/IEC 62443) erreichen Sie nach 3–5 Jahren leicht 60.000–80.000 €.
  • System-Integrator beim Maschinenbauer: Sie arbeiten direkt beim Anlagenbauer, vernetzen Maschinen vor Ort beim Kunden weltweit. Hohe Reisetätigkeit, dafür oft sehr attraktive Gehälter und Spesen.
  • Smart-Building / Gebäudeautomation: Eigene Nische mit hoher Nachfrage – moderne Bürogebäude, Krankenhäuser, Industrieanlagen brauchen Spezialisten für KNX, BACnet und Energiemanagement.

Auch interessant: Mit IHK-Abschluss können Sie in Rheinland-Pfalz ohne Abitur studieren – z. B. einen berufsbegleitenden Bachelor in Industrieinformatik oder Embedded Systems an der RPTU oder Hochschule Kaiserslautern.

Voraussetzungen – ehrlich erklärt

Wir versprechen Ihnen nichts, was wir nicht halten können. Hier ist ehrlich, was Sie für die Umschulung mitbringen sollten – und was nicht nötig ist.

Was Sie wirklich brauchen

  • Technisches Verständnis und Interesse an Maschinen und Hardware
  • Logisches Denkvermögen und Problemlösungsfähigkeit
  • Geduld – Vernetzungsprojekte brauchen Geduld bei der Fehlersuche
  • Deutschkenntnisse auf Niveau B2
  • Englisch-Grundkenntnisse (Datenblätter, Tools, Standards sind oft englisch)
  • Bereitschaft, Vollzeit zu lernen (Mo–Fr, 24 Monate)

Was Sie nicht brauchen

  • Keine Programmiererfahrung – Sie lernen Python und Scripting bei uns
  • Keine Elektrotechnik-Ausbildung (hilfreich, aber nicht Pflicht)
  • Kein abgeschlossenes Studium
  • Kein Abitur oder Fachhochschulreife
  • Kein zwingender mittlerer Bildungsabschluss – mit technischer Vorbildung aus Elektrik/Mechatronik auch mit Hauptschulabschluss sehr gute Chancen
  • Kein teures Vorwissen aus IT-Schulungen

Besonders geeignet für Quereinsteiger aus technischen Berufen

Diese Fachrichtung ist der ideale Quereinstieg für Menschen aus technischen Berufen, die sich neu orientieren wollen:

  • Elektriker, Mechatroniker, Industriemechaniker – Sie kennen Hardware bereits und lernen die IT-Seite
  • KFZ-Mechatroniker – Vernetzte Fahrzeuge und Diagnosesysteme nutzen ähnliche Konzepte
  • Anlagenführer und Maschinenbediener – Sie wissen, wie eine Produktion funktioniert
  • Soldaten und Zeitsoldaten (BFD-Förderung) – Technik-Ausbildung der Bundeswehr ist eine ideale Basis
  • Mitarbeiter aus Transfergesellschaften in Automotive oder Maschinenbau – Sie kennen die Branche bereits

Schulabschluss in der Digitalen Vernetzung – ehrliche Einschätzung

Die IHK empfiehlt einen mittleren Bildungsabschluss. Die gute Nachricht für Quereinsteiger aus technischen Berufen: Wenn Sie aus der Elektrik, Mechatronik, Industriemechanik oder dem KFZ-Bereich kommen, haben Sie in der Digitalen Vernetzung auch mit Hauptschulabschluss oder Berufsfachschule sehr gute Chancen. Ihr Praxiswissen ist Gold wert, weil Sie die Hardware bereits verstehen – und Industrieunternehmen wertschätzen genau diese Kombination aus handwerklichem Verständnis und IT-Wissen.

Ohne technische Vorbildung empfehlen wir mindestens die mittlere Reife – die Lerninhalte (Industrial Ethernet, OPC UA, SPS-Grundlagen) sind ohne technisches Vorwissen sonst sehr fordernd. Wir beraten Sie ehrlich, ob die Digitale Vernetzung mit Ihrem Profil sinnvoll ist oder ob z. B. Systemintegration besser passt.

Unser kostenloser Eignungstest (4–6 Stunden inklusive Auswertung) prüft Ihr logisches Denken, Ihr technisches Grundverständnis und Ihre Lernfähigkeit. Das Ergebnis dient als wertvolle Argumentationshilfe beim Bildungsgutschein. Falls der Test Lücken zeigt, empfehlen wir gezielte Vorbereitungskurse (IT-Grundlagen, Deutsch, Mathematik) – danach prüfen wir gerne erneut.

⚠ Wichtig zu wissen: Spätestens beim Praktikum (6 Monate) und der späteren Bewerbung in Industrie-Unternehmen schauen Personaler auf das Gesamtbild aus Schulabschluss, technischer Vorbildung, Eignungstest und persönlichem Auftreten. Bei Quereinsteigern aus technischen Berufen zählt die handwerkliche Vorerfahrung oft mehr als das Schulzeugnis. Wir geben Ihnen ehrliches Feedback zu Ihren Chancen.

Eignungstest jederzeit – kostenlos und unverbindlich

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Regionale Chancen in Kaiserslautern und der Westpfalz

Kaiserslautern ist nicht nur eine Universitätsstadt – die Region ist eine der wichtigsten Industrie- und Tech-Regionen in Rheinland-Pfalz. Für Fachinformatiker Digitale Vernetzung gibt es hier außergewöhnlich viele Anknüpfungspunkte.

Was macht Kaiserslautern besonders?

  • SmartFactoryKL – die weltweit erste herstellerunabhängige Forschungs- und Demonstrationsplattform für Industrie 4.0 sitzt direkt in Kaiserslautern. Wer Industrie 4.0 ernst nimmt, schaut auf KL.
  • DFKI – Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz mit großem Standort in Kaiserslautern. KI-Forschung und Industrie 4.0 treffen hier direkt aufeinander.
  • Fraunhofer IESE und Fraunhofer ITWM – zwei starke Fraunhofer-Institute mit Fokus auf Software Engineering und Techno-/Wirtschaftsmathematik.
  • RPTU Kaiserslautern-Landau mit starkem Maschinenbau- und Informatik-Schwerpunkt – treibt Industrie 4.0 in der Forschung voran.
  • Günstige Lebenshaltungskosten im Vergleich zu Stuttgart, München oder Frankfurt.

Wer sucht Vernetzungs-Profile in der Region?

Die Westpfalz und das angrenzende Saarland sind klassische Industriestandorte. Beispiele für Branchen und Arbeitgeber-Typen, bei denen unsere Absolventen tätig sind:

  • Automobilzulieferer – Adam Opel, ZF Friedrichshafen, Bosch und kleinere Zulieferer im Großraum KL/Saarland mit massivem Industrie-4.0-Bedarf
  • Maschinenbau – mittelständische Hersteller in der Westpfalz, viele davon mit Bedarf an Vernetzungs-Spezialisten
  • Pharma & Chemie – BASF in Ludwigshafen ist 50 Minuten entfernt und einer der größten Industrie-4.0-Arbeitgeber Deutschlands
  • Energieversorger – Stadtwerke Kaiserslautern, Pfalzwerke und überregionale Versorger mit kritischer Infrastruktur (SCADA, Smart Grid)
  • Smart Building & Gebäudetechnik – Westpfalz-Klinikum, große Verwaltungsbauten, Logistikzentren
  • Bundeswehr – großer Standort Kaiserslautern mit IT- und OT-Bedarf
  • Logistik – Logistikzentren entlang der A6 mit zunehmender Automatisierung und Vernetzung

Pendelradius: Industriestandorte in 60 Minuten

Mit dem Auto erreichen Sie die wichtigsten Industriestandorte der Region in unter einer Stunde: Mannheim/Ludwigshafen (BASF, Daimler) in 50 Minuten, Saarbrücken in 50 Minuten, Frankfurt in 70 Minuten. Karlsruhe und Heidelberg ebenfalls in unter einer Stunde. Hinzu kommt: Viele Industrieunternehmen erlauben für IoT- und Vernetzungs-Profis hybride Arbeitsmodelle – ein Teil der Konfiguration und Fernwartung lässt sich aus dem Home-Office erledigen.

Bereit für Ihren Quereinstieg in die Industrie 4.0?

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Förderung und Finanzierung

Die Umschulung ist zu 100 % förderbar – Sie zahlen keinen Cent.

Bildungsgutschein (§81 SGB III)

Agentur für Arbeit oder Jobcenter übernimmt 100 % der Kosten. AZAV-zertifiziert.

Weiterbildungsprämie – bis zu 2.500 €

1.000 € nach Zwischenprüfung + 1.500 € nach Abschlussprüfung. Steuerfrei, seit 2023 entfristet.

Weiterbildungsgeld – 150 €/Monat

Zusätzlich zum Bürgergeld/Grundsicherung (§87a SGB III). Wird nicht angerechnet.

Qualifizierungschancengesetz

Auch für Beschäftigte: bis zu 100 % der Kurs- und Lohnkosten.

Weitere Kostenträger

DRV (Rentenversicherung), BFD (Bundeswehr), Berufsgenossenschaften, Aufstiegsbonus RLP (2.000 €).

Neue Grundsicherung ab 01.07.2026

Weiterbildungsgeld und Prämie bleiben bestehen. Vermittlungsvorrang gestärkt, aber Umschulungen weiterhin möglich. Empfehlung: Bildungsgutschein jetzt beantragen.

Transfergesellschaft / Transfer-Qualifizierung (§ 110 SGB III)

Sind Sie von Stellenabbau, Insolvenz oder Betriebsschließung betroffen und wechseln in eine Transfergesellschaft? Dann haben Sie Anspruch auf Qualifizierungsmaßnahmen wie unsere Umschulung. Die Kosten werden über das Transferkurzarbeitergeld und Mittel des Arbeitgebers (Sozialplan) finanziert. Besonders für ehemalige Mitarbeiter aus Automotive, Chemie oder Produktion: Nutzen Sie diese Zeit für einen Neustart als Fachinformatiker. Wir beraten Sie zum Ablauf und unterstützen bei der Abstimmung mit Ihrer Transfergesellschaft.

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Infotelefon Kaiserslautern

0631 342 88 973

Das sagen unsere Absolventen

„Als gelernter Elektriker hatte ich einen Vorteil bei der Hardware. Die Umschulung hat mir die IT-Seite beigebracht. Jetzt vernetze ich Produktionsanlagen bei einem Automobilzulieferer."

– Jens M.
Elektriker → IoT-Techniker

„Vorher in der Verwaltung, wollte etwas Zukunftssicheres. Industrie 4.0 ist kein Buzzword – die Firmen suchen wirklich Leute, die Maschinen vernetzen können."

– Olga S.
Verwaltung → Netzwerkspezialistin

„15 Jahre Einzelhandel, dann Neustart. Im Praktikum bei einem Energieversorger habe ich gemerkt: Das ist mein Ding. Heute kümmere ich mich um die Netzwerksicherheit von Umspannwerken."

– Sandra M.
Einzelhandel → OT-Security

„Ich war 18 Jahre Industriemechaniker bei einem Maschinenbauer und mein Rücken hat einfach nicht mehr mitgemacht. Die Umschulung war mein Neustart. Heute plane ich Vernetzungsprojekte für genau die gleichen Maschinen, die ich früher mit dem Schraubenschlüssel repariert habe – nur am Schreibtisch."

– Marcus B.
Industriemechaniker → IoT-Planer

„Ich war Zeitsoldat bei der Bundeswehr und habe Funk- und Netzwerktechnik gemacht. Der BFD hat mir die Umschulung finanziert. Heute arbeite ich bei einem Energieversorger und bin für die OT-Sicherheit von Umspannwerken verantwortlich. Ohne den Eignungstest hätte ich nie gewusst, dass IT mein Ding ist."

– Patrick H.
Zeitsoldat → OT-Security

„Mein Automobilzulieferer hat 2024 dichtgemacht. Ich kam in eine Transfergesellschaft und habe dort die Umschulung gestartet. Was mir geholfen hat: echte Trainer vor Ort, kein Online-Kurs. Heute vernetze ich Produktionsanlagen für einen anderen Zulieferer in der Region – mit besserem Gehalt als vorher."

– Birgit K.
Transfergesellschaft → Automatisierungstechnikerin

Häufig gestellte Fragen

Sie verbinden Maschinen, Sensoren, Steuerungen und IT-Systeme miteinander. Sie planen industrielle Netzwerke, konfigurieren Protokolle wie OPC UA oder MQTT, sichern OT-Netze ab und sorgen dafür, dass Daten von der Produktion in das ERP-System fließen. Sie sind die Brücke zwischen klassischer Maschinentechnik und IT.
Nein. Wir bringen Ihnen Python, Linux-Grundlagen und alle anderen Werkzeuge von Grund auf bei. Wichtiger als Vorkenntnisse sind technisches Verständnis und logisches Denken.
Besonders gut geeignet sind Quereinsteiger aus technischen Berufen: Elektriker, Mechatroniker, Industriemechaniker, Anlagenführer, KFZ-Mechatroniker. Aber auch ohne technische Vorbildung ist der Einstieg möglich, wenn Sie technikaffin sind und unser Eignungstest passt.
Systemintegration ist klassische Office-IT: Server, Netzwerke, Cloud, Active Directory, Helpdesk. Digitale Vernetzung dreht sich um Industrie 4.0: Maschinen vernetzen, IoT, OT-Security, Smart Building, SCADA. Beide Berufe nutzen Netzwerktechnik – aber in komplett unterschiedlichen Welten.
Für Sie nichts. Die gesamte Maßnahme ist zu 100 % förderbar mit dem Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters. Auch Deutsche Rentenversicherung, Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD), Berufsgenossenschaften und Transfergesellschaften kommen als Kostenträger in Frage. Wir beraten Sie kostenlos zur passenden Förderung.
24 Monate Vollzeit, davon 18 Monate Unterricht und 6 Monate Praktikum in einem Unternehmen. Unterricht: Mo–Do 08:00–16:00 Uhr, Fr 08:00–14:30 Uhr. Format: Hybrid (Präsenz + Live-Online).
Einstiegsgehalt: 35.000–40.000 € brutto pro Jahr. Mit 3–5 Jahren Erfahrung: 42.000–55.000 €. Senior IoT-Specialist: 48.000–65.000 €. OT-Security-Experte: 55.000–75.000 €. IoT-Architekten und Werks-IT-Leiter erreichen 75.000–100.000 €.
Die IHK empfiehlt einen mittleren Bildungsabschluss. Wenn Sie aus einem technischen Beruf kommen (Elektriker, Mechatroniker, Industriemechaniker, KFZ-Mechatroniker), haben Sie auch mit Hauptschulabschluss sehr gute Chancen – Ihr Praxiswissen ist Gold wert, weil Sie die Hardware bereits verstehen. Ohne technischen Hintergrund empfehlen wir mindestens die mittlere Reife. Wir beraten Sie ehrlich, was zu Ihrem Profil passt.
Hervorragend. Die Westpfalz ist ein klassischer Industriestandort mit Automobilzulieferern, Maschinenbauern und Energieversorgern. Dazu kommt das einmalige Tech-Cluster mit SmartFactoryKL, DFKI, Fraunhofer IESE/ITWM und der RPTU. Pendelmöglichkeiten zu Mannheim/Ludwigshafen (BASF) in 50 Minuten. Unsere Integrationsquote: 92 %.
Ja. Bei hybrider Teilnahme erhalten Sie für die gesamte Dauer der Umschulung die benötigte PC-Ausstattung mit allen notwendigen Tools. Sie müssen weder einen eigenen Computer mitbringen noch Software kaufen.
Kein Grund zur Sorge. Wenn der Test zeigt, dass Sie noch Lücken haben, empfehlen wir gezielte Vorbereitungskurse – z. B. IT-Grundlagen, Deutsch oder Mathematik. Nach der Vorbereitung können Sie den Test wiederholen. Unser Ziel ist es, Sie zum Abschluss zu bringen – nicht, Sie abzulehnen.
Ja. Wenn Sie von Stellenabbau oder Insolvenz in der Automobil-, Chemie- oder Maschinenbau-Branche betroffen sind und in eine Transfergesellschaft wechseln, können Sie unsere Umschulung über das Transferkurzarbeitergeld und Mittel aus dem Sozialplan nutzen (§ 110 SGB III). Wir haben Erfahrung mit Teilnehmern aus Automobilzulieferern und koordinieren mit Ihrer Transfergesellschaft.

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Wie Sie uns finden

Kaiserslautern befindet sich als Metropole der Westpfalz in einer verkehrstechnisch günstigen Lage. Die Stadt ist durch Bahn und Autobahn (A6, A63) direkt in das deutsche Verkehrsnetz eingebunden.

Das Institut selbst befindet sich in der Innenstadt, in einem Gebäudekomplex (im sog. „Fuchsbau"), in der Lutrinastraße 2-4. Die Lutrinastraße erreichen Sie von der Stadtmitte aus (Stiftsplatz, Marktplatz) über die Karl-Marx-Straße oder Eisenbahnstraße in 5 Minuten.

Der Hauptbahnhof ist in unter 10 Minuten Fußweg über die Eisenbahnstraße erreichbar. Buslinien 107 und 105 binden uns in das Busliniennetz Kaiserslautern ein. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein gebührenpflichtiges Parkhaus (Einfahrt Badstraße 3).

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